Alexandra von Grote über „Der letzte Walzer in Paris“

19. Oktober 2016
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Alexandra von Grote (p) privat

Alexandra von Grote (c) privat

„Die Einsamkeit einer Frau, ihre (falsche) Hoffnung, ihre Illusionen“

Unsere Autorin Alexandra von Grote über Walzer-Lokale, genaue Recherche und ihren Krimi „Der letzte Walzer in Paris

 

Die Idee zu diesem Roman entstand vor einigen Jahren. Eine Freundin in Paris erzählte mit von den alten Musette-Walzer-Lokalen, die bis in die heutige Zeit an den Wochenenden  von den Parisern aufgesucht werden, besonders von älteren Frauen.
Zudem hörte ich kurze Zeit später, während einer Fahrt nach Südfrankreich, eine Radioreportage über eben diese Walzer-Lokale. Meine Neugier war nun doppelt geweckt, und bereits während dieser Autofahrt begann ich, die Geschichte in groben Zügen in meinem Kopf zu entwickeln.

grote-labrea-reihe-3Es folgte einige Zeit darauf eine Recherche vor Ort, und zwar in dem bekannten Lokal „Balayo“ im Pariser Maraisviertel. Dort konnte ich mich selbst davon überzeugen, welche Menschen an den Samstagnachmittagen und am Sonntag diese Lokale aufsuchen. Vieles sah aus wie  man sich „Den Ball der einsamen Herzen“ vorstellt.  Dieser Eindruck war dann die Ausgangssituation für mein Buch: Die Einsamkeit einer Frau, ihre (falsche) Hoffnung, ihre Illusionen.

Ein Stolperstein während der Recherche war der Zugang zum Bahngelände des Gare de Lyon, dem innerstädtischen Bahnhofs von Paris. Dies  wurde mir von der Bahnhofsverwaltung aus Sicherheitsgründen verwehrt. Ich musste also improvisieren. Der Schauplatz „Bahngelände“ für die wichtige Nebenhandlung des Romans schien mir so interessant und einmalig,  dass ich mögliche Ungenauigkeiten in der Beschreibung des Geländes in Kauf genommen habe. Die Freiheit der Autorin!

grote-labrea-reihe-1Als die Recherche abgeschlossen war, habe ich den Roman komplett und in „einem Stück“ in meinem Haus in der Provence geschrieben.

Im übrigen ist „Der letzte Walzer in Paris“ mein einziger Kriminalroman, in dem ich als Autorin ein gewisses Mitleid mit dem Mörder hatte. Lest selbst, warum!

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