Conny Lüscher im Interview zu „EULENKÖNIG“

17. November 2017
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Lüscher, Eulenkönig 1Es gibt kein Fenster, durch das wir in andere Menschen hineinsehen können – manchmal ist nichts so, wie es scheint.“

Ein Gespräch mit unserer Autorin Conny Lüscher über die Faszination des Bösen, das auch schon in Kindern lauern kann, und ihren nervenaufreibenden Thriller EULENKÖNIG:

Liebe Conny Lüscher, in Ihrem Psychothriller EULENKÖNIG schildern Sie das Geschehen auch aus der Sichtweise von Kindern. Wie gelingt es Ihnen, sich so gut in deren Situation hineinzuversetzen?

Conny Lüscher: „Es klingt recht ungewöhnlich, aber meine eigene Kindheit ist mir noch sehr präsent. Ich war als Kind oftmals auf mich allein gestellt und musste deshalb meine eigenen Strategien entwickeln, um in der großen weiten Welt zurecht zu kommen. Man beginnt Geheimnisse zu haben, die einem Halt und Stärke geben können – oder weil man glaubt, keine andere Wahl zu haben. Was in Kindern vorgeht, gibt oft Rätsel auf – zumindest einen Teil davon wollte ich in EULENKÖNIG entschlüsseln.“

Lüscher, Eulenkönig 3Wie ist die Idee zum Roman entstanden? In EULENKÖNIG steht ein liebenswertes kleines Mädchen im Mittelpunkt – das dann unter Mordverdacht gerät …

Conny Lüscher: „Die Idee zu diesem Buch hat einen persönlichen Hintergrund. Vor einigen Jahren musste ich hautnah miterleben, wie sich einer meiner Nachbarn schlagartig verändert hat. Es kam sogar zum Mordversuch an der Mutter, die Diagnose lautete Schizophrenie. Das war schockierend und hat mich noch lange beschäftigt. Für die Familie meines Nachbarn war es ein Trauma, denn trotz gewisser Vorzeichen brach es mit voller Wucht über sie herein. Seitdem ist mir noch bewusster als zuvor, dass es kein Fenster gibt, durch das wir in andere Menschen hineinsehen können. Auch wenn wir glauben, jemanden zu kennen, manchmal ist nichts so, wie es scheint. Aus diesem beängstigenden Gedanken hat sich die Geschichte von EULENKÖNIG entwickelt – wo Lauras innerer Dämon zur tödlichen Bedrohung für ihre Familie wird.“

Lüscher, Eulenkönig 2In EULENKÖNIG spielen sie damit, einige Ihre Charaktere abwechselnd Opfer- und Täterrolle einnehmen zu lassen. Was reizt Sie daran?

Conny Lüscher: „In EULENKÖNIG gibt es zum Beispiel einen Charakter, der sich im Verlauf der Geschichte anscheinend vom Saulus zum Paulus wandelt – er stellt sich im entscheidenden Moment vor sein bisheriges Opfer und kämpft gegen einen anderen Übeltäter. Doch was ist der wahre Grund, dass er sich plötzlich auf die Seite des Opfers schlägt, an dem er sich doch eigentlich gerade noch rächen wollte? Diese Wendung hätte man vorher für unmöglich gehalten, und doch ist sie in sich schlüssig. Allerdings stelle ich bewusst die Frage, ob es ein Gesinnungswandel hin zu Recht und Anstand ist, oder ob die Konfrontation mit diesem neuen Bösen ihn vielmehr fasziniert und auf noch finsterere Gedanken bringt als bisher …“

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