»Man muss gegen den Strom schwimmen, um zur Quelle zu kommen.«

26. Februar 2021
dotbooks

Ein Gespräch mit unserer Bestseller-Autorin Anna Valenti über die Entstehung ihrer bewegenden Sternentochter-Saga und darüber, welchen Mut es braucht, um für sich selbst und seine Träume einzustehen:

Liebe Frau Valenti, wie ist die Idee zu Ihrer großen STERNENTOCHTER-Saga entstanden?

Anna Valenti: »Besonders inspirierte mich, dass die Geschichte der Caroline Caspari auf wahren Begebenheiten beruht: Sie ist meine Urgroßmutter. Die Sternentochter-Saga ist also ganz klar ein Herzensprojekt für mich – und sie hat mich dazu ermutigt, selbst nach den Sternen zu greifen, so wie die junge Caroline. Sie machte innerhalb weniger Jahre eine unglaubliche Entwicklung durch: vom unbedarften Mädchen zu einer selbstbewussten mutigen Frau. Und das vor dem Hintergrund der Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts, als strikte Normen das Leben einer Frau enorm einschränkten. Mich trieb die Frage um: ›Wie hat sie das geschafft?‹. Und je mehr ich über meine Urgroßmutter erfuhr, desto klarer wurde mir, dass diese Geschichte aufgeschrieben werden muss!

Übrigens war Carolines Weg zu sich selbst auch räumlich sehr weit: Er führte sie von der nordhessischen Provinz nach Kassel (damals noch: Cassel), über Zehlendorf in die Millionenstadt Berlin und von dort per Schiff in die Neue Welt.«

Haben Sie eine Lieblingsszene in den sechs Bänden?

Anna Valenti: »Das ist für mich eindeutig die Begegnung zwischen Caroline und dem bärenstarken Naturburschen Chris, der eine Pferdefarm besitzt und sich ihr gegenüber anfangs eigentlich sehr kühl gibt. Caroline hat zu diesem Zeitpunkt schon einen langen, steinigen Weg hinter sich, und lange Zeit konnte sie sich auf niemanden außer sich selbst verlassen – deshalb fällt es ihr nun schwer, jemanden um Hilfe zu bitten. Doch als sie in eine schwierige Situation gerät, springt sie schließlich über ihren Schatten und zeigt sich Chris gegenüber verletzbar. Caroline offenbart ihre tiefsten Gefühle auf ein spontan berührende und sehr menschliche Art. Was dann passiert, ist überwältigend für sie und der Auslöser für ebenso widerstreitende, wie intensive Gefühle – Gefühle, die sie nicht mehr loslassen …«

Die STERNENTOCHTER-Saga spielt zur Zeit der Jahrhundertwende – wollten Sie den Leserinnen mit Ihren Romanen etwas mitgeben, das auch für die heutige Zeit wichtig ist?

Anna Valenti: »Eine wichtige Botschaft, die ich mit der Reihe vermitteln möchte, ist: Zu sich selbst zu finden und für die eigenen Träume und Rechte einzustehen, kann ungeheuer schwierig sein – aber die Geschichte der Sternentochter zeigt, dass es sich lohnt, auf diese Reise zu gehen! Es gibt so viele Hindernisse, die plötzlich auftauchen können, Schwierigkeiten, die man sich am Anfang des Weges nicht einmal vorstellen kann. Doch immer wieder, auch wenn sie sich heillos verloren und am Ende ihrer Kraft glaubt, findet Caroline den Weg wieder, der sie letztendlich zu ihrem Ziel führt. Man muss gegen den Strom schwimmen, um zur Quelle zu kommen!«

Das Gespräch führte Ronja Beck aus dem dotbooks-Lektorat.

Anna Valenti ist das Pseudonym einer erfolgreichen Autorin. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaft und Germanistik arbeitete sie in Forschung und Lehre. Heute lebt sie als Autorin und Produzentin mit ihrem Mann in Berlin.

Ihre bei dotbooks veröffentlichte »Sternentochter«-Saga war auf Anhieb ein Erfolg. Die sechsteilige Bestseller-Reihe erzählt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte einer jungen Frau vor dem Hintergrund des ausgehenden 19. Jahrhunderts und umfasst die folgenden Romane:

»Sternentochter – Band 1«

»Die Liebe der Sternentochter – Band 2«

»Das Schicksal der Sternentochter – Band 3«

»Das Glück der Sternentochter – Band 4«

»Das Erbe der Sternentochter – Band 5«

»Der Mut der Sternentochter – Band 6«