1 Jahr dotbooks von A – Z

6. Juni 2014
dotbooks
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Christopher

Nach knapp einem Jahr beendete Christopher sein Volontariat im Lektorat bei dotbooks. Doch er geht nicht sang- und klanglos. Hier hat er noch einmal von A-Z zusammengefasst, was ihn in dieser Zeit bewegt, was er erlebt und gelernt hat und was er für die Zukunft mitnimmt. 

 

 

A wie Autoren
Davon gibt’s bei dotbooks eine ganze Menge. Ich hatte während meiner Zeit im Lektorat das Glück, einige davon betreuen zu dürfen, und gerade das hat mir immer große Spaß gemacht!

B wie Buchtexte

Buchtexte habe ich jede Woche eine Handvoll geschrieben. Eigentlich dachte ich ja vorher, dass mir das so gar nicht liegt, aber wenn man durch die Schmiede Sonderhüsken-Förster gegangen ist, klappt das dann doch ganz gut.

C wie Charme
Davon hat dotbooks eine Menge. Siehe hierzu auch K wie Kollegen.

D wie dotbooks dotbooks_von_A-Z
Was soll ich dazu noch sagen?

E wie eBook
Die Zukunft eben. Und das sage ich nicht nur programmatisch; ich glaube, dass sich der Buchmarkt in zwanzig Jahren komplett gewandelt hat. Und dass ich bei dotbooks meinen Teil dazu beitragen konnte, dass der Stein ins Rollen kommt – mei, das ist schon nicht übel.

F wie Frankfurter Buchmesse
Riesengroß, sehr anstrengend, aber auch ein großer Spaß! Interessierte Leser, Autorenlesungen, Verlagspartys. Am Ende konnte man zwar kaum noch laufen, so sehr taten die Füße weh (definitiv die falschen Schuhe), aber eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

G wie Geili
‚Geili‘, ‚feini‘ und ‚supi‘ sind beim dotbooks-Team sehr beliebt. Ja, ich habe es mit Protest und Sprachkritik versucht, aber hat es was genützt? [tiefer Seufzer]

H wie Heilfroh
Heilfroh war ich, nachdem ich mich in München und bei dotbooks einigermaßen eingelebt hatte; heilfroh, dass ich diese Stelle bekommen habe, obwohl ich erst überhaupt nicht nach Bayern wollte. So kann’s gehen …

I wie iPadFoto-1
Nicht nur mein liebstes Lesegerät, sondern auch praktisch, wenn man im Büro mal zusammen die diesjährigen Eurovision-Beiträge vorab durchhören will.

J wie Jederzeit
Jederzeit wieder!

K wie Kollegen
Wie habe ich die geliebt! Und das meine ich ernst. Ich bin jeden Tag gerne zur Arbeit gegangen, und jetzt vermisse ich sie jeden Tag. Alina, Beate, Eva, Petra, Jenny, Sarah, Sofia, Susi, Timothy – es war eine tolle Zeit.

L wie Leipziger Buchmesse
Natürlich ist sie weniger stressig als die Frankfurter, aber nicht weniger aufregend. Schön waren auch die Abende; 18 Uhr, der Messegong ertönt, Musik wird angeschmissen und der Sekt aufgemacht – und das ist nur eine von vielen tollen Erinnerungen!

M wie München
Wenn man an der Ostsee aufwächst, ist man einfach ein bisschen skeptisch. Und viele Vorurteile haben sich bestätigt. Aber mei. Es ist auch eine tolle Stadt. Und ja, ich habe eine Lederhose gekauft. Und finde sie großartig.

N wie Nagellack
Praktikantin und Volontär, ein Dialog:
Volontär: „Was riecht denn hier so merkwürdig?“
Praktikantin: „Ich weiß nicht was du meinst.“
Volontär: „Das riecht wie … Nagellack.“
Praktikantin: [auffallend unschuldiges Pfeifen] Volontär: „DU LACKIERST DIR DIE NÄGEL!“
Praktikantin: „ICH HAB DAS HEUTE MORGEN NICHT MEHR GESCHAFFT, MANN!”

O wie Ostsee
Einer meiner liebsten dotbooks-Dialoge:
Chef (deutet auf den Pullover des Volontärs mit Ankermotiv): „Ach ja, du fährst ja heute nach Kiel. Und du hast schon deinen Nordseepullover an!“
Volontär: „Ja. Aber Kiel liegt an der Ostsee.“

P wie Panik
Es war irgendwann im letzten Jahr. Einen Tag, bevor alle Manuskripte in die Herstellung gehen sollten, stelle ich fest: Eines fehlt. Eines von denen, für die ich zuständig bin. Verdammte Axt. PANIK!

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Q wie Qualitätsprüfung
Die findet einmal im Monat statt und wird vom Volontär durchgeführt. Es ist eine sehr edle Aufgabe, denn wir stellen sicher, dass die eBooks ohne technische Fehler in den Handel kommen. Für mich war es eine tolle Möglichkeit, mich mal etwas intensiver mit der technischen Seite der eBooks zu beschäftigen – sehr lehrreich in jedem Fall.

 

R wie Runde
Davon gab es eine ganze Reihe. Etwa die Textrunde, in der jeder von uns geschriebene Text von den Kollegen bis in die kleinste Einheit zerlegt wird, sowohl sprachlich als auch inhaltlich; „‚Schicksalhaft‘ klingt dramatischer als ‚vorherbestimmt‘!“, „An diese Stelle gehört mit Sicherheit kein Komma!“, „Da fehlt ein S – da ist bestimmt ‚Bildungs-lücke’ gemeint, nicht ‚Bild-unglücke’!“, „An der Ostsee gibt es keine Ebbe!“

S wie Schurkus
Tanja Schurkus ist eine Autorin, deren Roman mich vom ersten Tag („Prüf doch mal bitte dieses Manuskript und stell es in der nächsten Buchrunde vor“) bis zum letzten („Bevor ich mich hier vom Acker mache muss ich unbedingt noch eine Textprobe ausdrucken, damit ich meinen Vater damit auf den Geschmack bringen und zum Kauf eines Readers animieren kann!“) begleitet hat: „Die Dichter des Teufels“ ist großartig geworden – unbedingt lesen!

T wie Traum
In der ersten Woche bei dotbooks hatte ich einen leichten Autorennamen-Overkill und träumte regelmäßig von CANETTA, KORTEN, VALENTI und Co. Ich glaube aber nicht, dass das etwas Besorgniserregendes war – nur ein sehr intensiver Einstieg in den neuen Job.

U wie Unterhaltung
Damit kennen wir uns bei dotbooks halt am besten aus.

V wie VERDAMMTE AXT!
Meine Kollegen machten mich irgendwann darauf aufmerksam, dass ich dazu neige, am Schreibtisch vor mich hinzufluchen. Das war mir bisher nicht aufgefallen, und es hat definitiv nichts mit meinem Gemütszustand zu tun – und es lässt auch nicht auf unlösbare Probleme schließen. Geht der Reader nicht an? VERDAMMTE AXT! Liegt das Telefon außer Reichweite? VERDAMMTE AXT! Ist der Kaffee kalt? VERDAMMTE AXT! Ich arbeite dran …

W wie Wurstsalat
Ich glaube, diesen Satz kann man nur von bayerischen Kollegen hören: „Also, wenn es im Sommer so richtig heiß ist, dann esse ich in der Kantine auch total gerne einfach mal so einen schön erfrischenden Wurstsalat!“

X wie „X“
„X“ ist ein beliebter Platzhalter, den Lektoren in ihre Manuskripte einfügen, wenn z.B. der Buchtext noch nicht fertig ist, der Roman aber schon in die Herstellung gehen muss. Auch ich habe ihn zahllose Male verwendet – solltet ihr also mal über ein X in einem dotbooks-eBook stolpern, dann ist da vielleicht etwas vergessen worden. Hat der zuständige Volontär die Qualitätsprüfung  (siehe Q) jedoch gründlich durchgeführt, sollte das nicht passieren.

Y wie Y-Chromosom
Ich habe mich nie sonderlich für das ewige Thema „Männer sind immer …“ und „Frauen machen immer …“ interessiert, aber bei der geballten Frauenpower bei dotbooks hat man es manchmal schwer, sein Y-Chromosom zu verteidigen; da wird Vanille-Parfüm gesprüht, sich die Nägel lackiert, Ryan Gossling angeschmachtet … Und wenn man mal nicht zuhört, weil man gerade beschäftigt und einfach nicht multitaskingfähig ist, heißt es: „Das ist so typisch männlich.“ Eieiei.

Z wie Zurückkehren
Das werde ich mit Sicherheit irgendwann.

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