Alina Stoica im Interview

11. November 2016
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Alina Stoica_1 (c) Claudia Boto

Alina Stoica (c) Claudia Boto

“Es gibt kein stärkeres Gefühl auf dieser Welt, als die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind.”

Ein Gespräch mit unserer Autorin Alina Stoica über Verlust, mystische Kräfte und ihren Roman SO NAH SO FERN:

 

In Ihrem Roman SO NAH, SO FERN muss eine junge Mutter mit dem Verlust Ihres vierjährigen Sohnes umgehen und sich die Freude am Leben Schritt für Schritt neu erkämpfen. Was hat Sie zu diesem bewegenden Thema inspiriert?

Alina Stoica: „Mein Ziel war es, eine Geschichte zu schreiben, die die Leser berührt und ihnen gleichzeitig Hoffnung verleiht. Schicksalsschläge gehören zum Leben dazu, aber der Glaube an das Gute gibt uns die Kraft, auch die schwersten Zeiten zu überstehen und wieder nach vorne zu schauen. Ich selbst habe einige Male miterleben müssen, wie schmerzhaft es für Eltern ist, ihre Kinder zu verlieren. Ich wollte gerne eine besondere Liebesgeschichte schreiben, in der es um eine viel tiefere Verbindung geht, als um die Beziehung zwischen zwei (Ehe)Partnern. Und es gibt kein stärkeres Gefühl auf dieser Welt, als die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind.“

 

Istoica-2hr Roman SO NAH, SO FERN spielt an der Algarve, im Süden Portugals – Sie selbst leben dort. Haben Sie Schauplätze, die Sie gern besuchen, oder Menschen, die Sie kennen, in Ihren Roman eingebaut?

Alina Stoica: „Ja, SO NAH, SO FERN spielt in Carvoeiro, meinem Wahlheimatsort. Die meisten Schauplätze in der Geschichte existieren tatsächlich, wenn auch manche von ihnen unter anderem Namen. Wer mit der Gegend hier vertraut ist, wird beim Lesen viele Orte wiedererkennen. Die Charaktere habe ich allerdings frei erfunden.“

 

Wie schon Ihr Roman BRENNENDE TRÄUME hat auch SO NAH, SO FERN ein mystisches Element. Was reizt Sie als Autorin daran?

Alina Stoica: „Bereits in jungen Jahren habe ich eine Faszination für das Übernatürliche entwickelt. Ich glaube fest an die Existenz von Dingen, die wir mit dem bloßen Auge nicht sehen und mit dem Verstand nicht erklären können. Es gibt eine enorme, universelle Kraft, die uns Tag für Tag leitet und unser Leben stets in die richtigen Bahnen lenkt, sofern wir unser Herz öffnen und es zulassen. Ich lebe an einem magischen Ort und mystische Elemente gehören zu meinem Alltag dazu. Somit kann ich gar nicht anders, als diese auch in meinen Geschichten einzubauen.“