Andreas Hultberg über “Der Tod vergisst nie”

10. November 2016
dotbooks
SANYO DIGITAL CAMERA

Andreas Hultberg (c) privat

“Ich finde es enorm spannend, mich in die Psyche des Täters hineinzuversetzen.”

Unser Autor Andreas Hultberg über viele Puzzleteile, mörderische Rache und seinen Krimi “Der Tod vergisst nie”

 

Die Frage, woher die Idee zu „Der Tod vergisst nie“ kam, wurde mir schon häufiger gestellt. Und die Antwort darauf ist wirklich gar nicht so einfach, denn bis aus den ersten losen Gedankenspielchen ein konkretes Projekt und schließlich ein fertiges Buch wurde, mussten eine Menge Puzzleteilchen erst ihren richtigen Platz finden.

hultberg-der-tod-vergisst-nie-3Eigentlich komme ich ja aus einem eher stupiden Metier, nämlich – alle, die es bisher noch nicht wussten, jetzt bitte nicht erschrecken! – der zahnmedizinischen Fachliteratur. Das ist natürlich etwas ganz anderes, als einen Roman zu veröffentlichen, hat aber letztendlich die Liebe zum Schreiben in mir geweckt. Da ich mich seit jeher für spannende Geschichten interessiere und auch privat gerne Krimis lese, kam schließlich das Eine zum Anderen. Mittlerweile gehört das Schreiben für mich fast zum Alltag; mein Laptop und eine halbwegs ruhige Ecke genügen mir vollkommen, und für die Ideen zwischendurch habe ich immer einen kleinen Notizblock dabei.

Was die Handlung von „Der Tod vergisst nie“ betrifft, war für mich von vornherein klar, dass das Thema Rache eine zentrale Rolle spielen soll, schließlich gilt Rache seit jeher als eines der häufigsten Mordmotive. Dabei finde ich es enorm spannend, mich auch ein Stück weit in die Psyche des Täters hineinzuversetzen. Schließlich sollen meine Leser verstehen, was ihn zu seiner Tat bewogen hat, aber natürlich gleichzeitig so gut wie möglich nachvollziehen können, was dem Opfer Schreckliches angetan wurde. Allerdings wollte ich nicht nur einfach mal so einen blutrünstigen Kriminalroman schreiben, sondern auch allgemeine gesellschaftliche Probleme in die Handlung mit einbeziehen. Anregungen dafür finden sich tagtäglich auf der Straße, in der Zeitung oder im Fernsehen.