»Für meine Leser lasse ich dieses wundersame Indien wieder auferstehen.«

27. März 2020
dotbooks

Ein Gespräch mit unserem Autor John Speed über die Inspiration für seinen Roman, die Faszination Indiens und die schönsten Szenen aus DER DUFT DER LOTUSBLUME und DAS LEUCHTEN DER SAFRANBLÜTE.

Lieber John Speed, was inspirierte Sie zu der Geschichte der Tempeltänzerin Maya und ihrer Reise als Sklavin in DER DUFT DER LOTUSBLUME und DAS LEUCHTEN DER SAFRANBLÜTE?

John Speed: »Tatsächlich war Maya zuerst nur ein Nebencharakter in DAS LEUCHTEN DER SAFRANBLÜTE, aber meine amerikanische Agentin wollte unbedingt mehr über ihre Geschichte erfahren. Und je mehr ich über Maya schrieb, desto mehr fühlte es sich an, als würden sie ein Eigenleben entwickeln –als wäre ich nur noch ein Zuschauer! In meinen Indien-Romanen geht es um Freiheit und Unterdrückung: Wer würde beides besser verkörpern als Maya, die in die Sklaverei gezwungen wird, um ihren Tempel zu retten und doch immer nach Freiheit strebt? Sie ist lebhaft und ungezähmt, und sie nutzt ihre Sinnlichkeit, ihre Intelligenz, ihren Mut und ihre Liebe, um ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.«

DER DUFT DER LOTUSBLUME und DAS LEUCHTEN DER SAFRANBLÜTE spielen im 17. Jahrhundert in Indien. Was macht diese Zeit und diesen Ort so faszinierend?

John Speed: »Meine Romane spielen in einer ebenso ruhmreichen wie schrecklichen Zeit. Die Moguln hatten Indien erobert und die Reichtümer des Landes für sich beansprucht. Sie lebten in einer Zeit des Luxus und der Hochkultur, als wunderschöne Tempel, Moscheen und Grabmale – wie das Taj Mahal –, gebaut wurden. Dann wurde Indien von den europäischen Großmächten überrannt, von denen jede ein möglichst großes Stück vom Kuchen wollte … und mitten in diesem Tumult mussten die unterworfenen Hindus täglich um ihre uralten Bräuche und Traditionen kämpfen. Für meine Leser lasse ich dieses wundersame Indien voller Spannungen und Gegensätze wieder auferstehen; sie sollen es mit jeder Faser spüren und mit den Helden meiner Bücher mitfiebern können.«

Ihre Romane sind gefüllt mit leidenschaftlichen Charakteren und dramatischen Wendungen – haben Sie eine Lieblingsszene im ersten „Tempeltänzerin“-Roman DER DUFT DER LOTUSBLUME?

John Speed: »Am liebsten mag ich die Szene, in der Maya und ihre Freunde die Berge in einer Karawane überqueren, getragen von einem Elefanten, – und sie dann plötzlich von Räubern überfallen werden. Schon viele Leser haben mir erzählt, was für einen tiefen Eindruck die Szene auf sie machte, wie sehr sie mit den Charakteren mitgefiebert haben und wie unvergesslich Mayas Mut im Angesicht dieses Schreckens ist. Aber mindestens genauso sehr liegt mir die Szene in einem kleinen Palast am Herzen, in dem Maya zum ersten Mal der Liebe begegnet, ihre Sinnlichkeit kennenlernt – , aber auch den Schmerz, den die Liebe bringen kann …«

Das Gespräch führte Agnes Ejma aus dem dotbooks-Lektorat.

John Speed begeisterte sich bereits als Jugendlicher für indische Geschichte, Kunst und Religion. Über einen Zeitraum von dreißig Jahren hinweg vertiefte er während seiner vielen Besuche in Indien seine Kenntnisse über die Kultur des Landes. Speed lebt heute als Journalist in Cardiff-by-the-Sea, Kalifornien.

Bei dotbooks veröffentliche John Speed seine Romane DER DUFT DER LOTUSBLUME und DAS LEUCHTEN DER SAFRANBLÜTE.

Die fesselnden Indien-Romane DER DUFT DER LOTUSBLUME und DAS LEUCHTEN DER SAFRANBLÜTE von John Speed – überall erhältlich, wo gute eBooks angeboten werden, und natürlich auch auf unserer WEBSITE, wo das eBook für Sie im Mobi-Format für den Kindle und als ePub für alle anderen Lesegeräte bereitsteht.